Hauptversammlung 2024 der Notfallseelsorge Sigmaringen

Winfried Fritz eröffnet die Hauptversammlung der Notfallseelsorge.

Die AG Notfallseelsorge hat am 11. April 2024 zur Jahreshauptversammlung in das Gemeindehaus nach Inzigkofen eingeladen. Der Sprecher der Notfallseelsorge Winfried Fritz begrüsste neben zahlreichen Ehrengästen, unter ihnen Bürgermeister Bernd Gombold, Polizeipräsident Uwe Stürmer, stell. Kreisbrandmeister Dieter Müller und den Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzenden Friedrich Sauter auch Vertreter der Kirchen, weiterer Hilfsorganisationen und viele aktive NotfallseelsorgerInnen.

Der Hausherr Bernd Gombold bei der Begrüßung der Gäste.

Zu Beginn fand ein kurzes Gedenken für verstorbene Mitarbeitende statt, welche durch Elke Gehrling in besonders würdevoller Art gestaltet wurde.

Für das Jahr 2023 bilanzierte die NFS 241 Einsätze welche von 36 NotfallseelsorgerInnen begleitet wurden. In vielen Einsätzen waren aufgrund der Lage mehrere SeelsorgerInnen tätig.

Neben den eigenen Einsatzkräften konnten auch zahlreiche Gäste und VertreterInnen anderer Organisationen begrüßt werden.

Das Team der Einsatzkräfteschulung informierte und unterrichtete an 11 Terminen haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende von Feuerwehr und Rettungsdienst zu den Themen Psychosoziale Notfallversorgung und den Umgang mit Stress.

Die Sektion „Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen“ war im vergangenen Jahr 17-mal im Einsatz um Interventionen bei Einsatzkräften durchzuführen.

In den vielen Grussworten wurde die Arbeit der ehrenamtlichen SeelsorgerInnen gelobt und als segensreich bezeichnet. Polizeipräsident Uwe Stürmer, welcher als Vertreter der Blaulichtfamilie sprach, fragte sich, was er und seine Kollegen heute ohne die Psychosoziale Notfallversorgung machen würden. Codekanin Dorothee Sauer sprach von einer gelebten Form der Nächstenliebe, wenn die Notfallseelsorge Menschen in der grössten Not unterstützt.

Codekanin Dorothee Sauer bei ihrem Impuls zum barmherzigen Samarither
Poliziepräsident Uwe Stürmer vom Polizeipräsidium Ravensburg bei seinen Grußworten für die Blaulichtfamilie.

Ganz nach Protokoll wurde auch die Kassiererin Ulrika Burth entlastet. Für die Prüfenden sprach Yvonne Pfänder von einer vorbildlich geführten Kasse.

Stv. KBM Dieter Müllter überbrachte die Grüße der Landrätin und des KBM Michael Reitter und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit.

Im Rahmen der Hauptversammlung der Notfallseelsorge werden Menschen mit besonderem Engagement hervorgehoben.

Zunächst wurden 3 verdiente Mitarbeitende der NFS feierlich verabschiedet. Kornelia Maas war seit 2018 bei der Notfallseelsorge, Dieter Brill seit 2003 und Erich Glaser, welcher als Urgestein der Notfallseelsorge im Landkreis Sigmaringen bezeichnet werden kann, war seit 2001 im Koordinationsteam, damals noch als Leiter des Rettungsdienstes beim DRK. Seither bekleidete er verschiedenste Aufgaben und Positionen in der NFS. Die Verabschiedeten erhielten als Anerkennung eine individuell gestaltete Kerze der NFS.

Winfried Fritz und Johannes Schramm verabschiedeten , die beiden ehemaligen Mitarbeiter in der Notfallseelsorge, Dieter Brill und Erich Glaser (vlnr: Fritz, Brill, Glaser, Schramm)

Franz Gnant wurde nach 10 Jahren aus dem Leitungsteam verabschiedet. Er steht der Sektion SbE aber weiter aktiv zur Verfügung. Als kleines Zeichen der Anerkennung erhielt er einen Essensgutschein.

Winfried Fitz verabschiedet Franz Gnant aus dem Leitungsteam, der zukünftig im SbE-Team sich weiter engagieren wird.

Danach wurden 3 Mitarbeiterinnen nach erfolgreich durchlaufener Ausbildung offiziell in die Runde der NotfallseelsorgerInnen im LK Sigmaringen aufgenommen.  Die drei Neuen sind Silke Haag, Karina Halder und Nina Sturm. Sie wurden von der Ausbildungsbeauftragten, Steffi Gäble mit Handschlag begrüßt und erhielten sichtbares Zeichen offiziell ein Einsatzrucksack.

Des Weiteren erhielte sie von Johannes Schramm die offizielle Beauftragung der Kirchen überreicht, welche jeweils auf 5 Jahre befristet ist.

Unsere drei neu ausgebildeten NotfallseelsorgerInnen: (vinr) Karina Halder, Nina Sturm und Silke Haag mit Steffi Gäble vom Leitungsteam.

Direkt im Anschluss erhielten mehrere KollegInnen eine Verlängerung der Beauftragung der Kirchen für weitere 5 Jahre ebenfalls von Johannes Schramm überreicht. Dies waren  Steffi Gäble, Elke Gehrling, Maritta Lieb, Ralf Pröbstle, Kathrin Römer,  Sr, Rita und Bernd Weinmann.

Die Beauftragungen bzw. erneute Beauftragung zum Dienst in der Notfallseelsorge überreichte Johannes Schramm im Auftrag der Kirchen.

Danach erfolgten Ehrungen verdienter Mitarbeitenden.

Für 10 Jahre Mitarbeit in der NFS erhielten Yvonne Pfänder und Steffi Sigg-Zamzow die Bronzene Medaille der NFS.

Steffi Sigg-Zamzow und Yvonne Pfänder erhalten von Edwin Müller die Bronzene Medaille der Notfallseelsorge

Für 15 Jahre Mitarbeit in der NFS erhielten Kathi Römer und Ralf Pröbstle die Silberne Medaille der NFS.

Kathrin Römer und Ralf Pröbstle erhalten die Silberne Verdienstmedaille der Notfallseelsorge.

Für Ihren besonderen Verdienst in der Notfallseelsorge erhielt Ulrika Burt von Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzenden  Friedrich Sauter das Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbandes in Bronze  verliehen. Von den anwesenden Gästen erhielt Ulrika Burth hierfür Standing Ovations.

Ulrika Burth erhält das Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbandes in Bronze
Anerkennung für diese hohe Auszeichung

Abschliessend bedankte sich die Notfallseelsorge bei verschiedenen Spendern mit einem kleinen symbolischen Zeichen.

Winfried Fritz überreicht Frau Schwörer, als Vertreterin der Hans Schwörer Stiftung, eine Dankesplakette für die Unterstützung in den letzten Jahren.

Nach der Beendigung des offiziellen Teiles endete die Hauptversammlung mit einem gemütlichen Beisammensein bei belegten Seelen und Getränken.

Abschliessend bleibt am Rande zu bemerken, dass bereits zum dritten Mal hintereinander Kolleginnen direkt aus der Versammlung in Einsätze alarmiert wurden; dieses Jahr ereilten uns zwei Einsätze fast zeitgleich – somit wurde die Versammlung leider vom Alltag eingeholt

Steffi Gäble verabschiedet Erich Glaser, der über viele Jahre die Koordinationsstelle für die NFS leitete.
Friedrich Sauter vom Kreisfeuerwehrverband Sigmaringen bei seinem Grußwort.

Einsatzzahlen in 2023 erneut auf sehr hohem Niveau

Auch im Jahr 2023 war das PSNV-B Team der Notfallseelsorge Sigmaringen mit 241 Einsätzen erneut stark gefordert. Dieses hohe Einsatzaufkommen lässt sich nur mit einem engagierten Team bewerkstelligen.

Zwischenzeitlich sind 39 NotfallseelsorgerInnen aktiv oder bereiten sich auf die Einsatztätigkeit vor. Um jederzeit sofort 2 NotfallseelsorgerInnen in den Einsatz schicken zu können, übernehmen immer zwei Personen zeitgleich eine 8-Stundenschicht. Damit ergeben sich 42 Schichten mit 8 Stunden, die es jede Woche abzudecken gilt. Herzlichen Dank an alle unsere NotfallseelsorgerInnen, die sich dafür jede Woche ehrenamtlich im Bereitschaftsdienst engagieren oder bereit sind, sich für diesen Dienst ausbilden zu lassen. Seit 2001 sind so immer 2 NotfallseelsorgerInnen, im Schichtdienst und rund um die Uhr von unseren Kooperationspartnern, der Polizei, dem Rettungsdienst oder der Feuerwehr verlässlich und jederzeit abrufbar.

SbE-Team bereitet sich auf Einsätze vor

Das SbE-Team ist im Landkreis zuständig für die Psychosoziale Notfallversorgung von Einsatzkräften. Dazu trainieren die Teammitglieder regelmäßig die Interventionsformen und bereiten sich so auf die Einsätze vor in denen Einsatzkräfte mit außergewöhnlich belastenden Ereignissen konfrontiert waren.

Das SbE-Team Sigmaringen während einer Übungssequenz.
Jeweils zwei Peers und zwei Psychosoziale Fachkräfte führen die Gruppeninterventionen gemeinsam durch. Das Team in der Reflexionsphase.

Tätigkeitsbericht bei Kreisfeuerwehrverband Sigmaringen vorgestellt

Vertreter des Leitungsteams der Notfallseelsorge Sigmaringen waren auch dieses Jahr bei der Hauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Sigmaringen vertreten und stellten in diesem Rahmen ihren Tätigkeitsbericht für das Jahr 2023 vor.

Winfried Fritz erläuterte die Einsatzzahlen des vergangenen Jahres und die aktuellen Projekte. Er verwies insbesondere darauf, dass mit 241 Einsätzen in einem Jahr, das rein ehrenamtliche System der Psychosozialen Notfallversorgung, sehr in Anspruch genommen war. Dass dieser Dienst in dieser Weise geleistet werden kann, ist dem großen Engagement der ehrenamtlichen Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger zu verdanken und nicht zuletzt auch den zahlreichen Spenderinnen und Spender, die mit ihrem Geldbetrag dafür sorgten, dass Fahrtgelder und Ausrüstung beschafft werden können.

Sprecher der Notfallseelsorge LK Sigmaringen, Winfried Fritz

Edwin Müller, Landesfeuerwehrseelsorger der Kirchen, wurde vom Deutschen Feuerwehrverband mit der silbernen Ehrennadel für seine langjährige Mitarbeit im Ausschuss des Kreisfeuerwehrverbandes geehrt. Die Ehrennadel wurde ihm von Kreisbrandmeister Michael Reitter überreicht. Verbandsvorsitzender Friedrich Sauter bedankte sich für die sehr gute Zusammenarbeit über die vielen Jahre hinweg, in denen Edwin Müller, als Sprecher, die Notfallseelsorge Sigmaringen im Kreisfeuerwehrverband Sigmaringen vertrat.

vlnr: Edwin Müller, Michael Reitter, Friedrich Sauter
Dank für über 20 Jahre gute Zusammenarbeit im KFV Sigmaringen

Neujahrsbrunch

Zum zweiten Mal führte die AG Notfallseelsorge einen Neujahrsbrunch für Mitarbeitende und deren Familie durch.
Eine große Anzahl der Mitarbeitenden fanden sich im Haus der Begegnung in Inneringen ein. Familie Pröbstle hatte gemeinsam mit Steffi Gäble vom Leitungsteam alles bestens organisiert. Für das leibliche Wohl sorgte Christine Schmid wie immer in bester Manier.
In entspannter und angenehmer Atmosphäre fand ein harmonischer Abschluss von 2023 und ein Sammeln der Kräfte für 2024 statt.

SbE-Modul: Gewalt gegen Einsatzkräfte

Das SbE-Team Sigmaringen begleitet Einsatzkräfte in und nach belastenden Einsätzen. Da Einsatzkräfte immer wieder auch Gewalt ausgesetzt sein können, bereitete sich das SbE-Team auf die Nachbearbeitung speziell solcher Einsätze im Rahmen einer zweitägigen Schulung intensiv vor. Feuerwehrseelsorger Olaf Engelbrecht, von der Berufsfeuerwehr Braunschweig, konnte als Dozent der Bundesvereinigung SbE e.V. für diese Fortbildung gewonnen werden. Durch seinen reichen Erfahrungsschatz als langjähriger und erfahrener PSNV-Trainer, sowie ehemaliger Militärseelsorger, gilt er derzeit als ein Fachmann auf diesem Gebiet.

Das SbE-Team konnte durch die fachlichen Impulse von Olaf Engelbrecht zahlreiche Ideen für die konkrete Begleitung von Einsatzkräften nach Gewalteinsätzen gewinnen und sich so intensiv auf diese Einsatzindikation vorbereiten. Die Fortbildung fand als Inhouse-Seminar statt und wurde gesponsert vom Rotary Club Sigmaringen. Wir bedanken uns herzlich bei den Sigmaringer Rotariern für die Unterstützung unserer SbE-Arbeit.

Die TeilnehmerInnen des SbE-Seminarmodul VI: Gewalt gegen Einsatzkräfte
Olaf Engelbrecht im Gespräch mit dem SbE-Team Sigmaringen
Erarbeitung von Einsatzkriterien für Einsätze nach Gewalterfahrung

Einsatz-Nachsorge-Team (ENT) Konstanz übt mit SbE-Team

In diesem Jahr übte das SbE-Team Sigmaringen erneut mit dem ENT-Konstanz die Zusammenarbeit in der Psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte. Beide Teams sind nach den gleichen bundesweiten SbE-Standards ausgebildet und darauf spezialisiert mit Großgruppen von Einsatzkräften oder in Einzelsettings Gesprächsangebote zur Entlastung anzubieten.

In diesem Jahr stand besonders das Einüben der gemeinsamen Einsatzstandards für Nachbesprechungen in gemischten Teams im Mittelpunkt des ganztägigen Übungstages.

2023; gemeinsames Üben einer Einsatznachbesprechung

Seit 2010 treffen sich das ENT-Konstanz und das SbE-Team Sigmaringen einmal im Jahr, um die verschiedenen Gesprächsführungsmethoden gemeinsam einzuüben.

Das ENT Konstanz und das SbE-Team Sigmaringen beim gemeinsamen Übungstag; 2023

SbE-Baustein IV erfolgreich besucht

Das Wochenende vom 21.-.23.4.2023 haben drei unserer Kolleginnen, Josef Mertel, Bastian Kiner und Johannes Schramm, bei schönstem Sonnenschein in den Räumen der Feuerwehr Bad Waldsee verbracht.

Dort beschäftigten sie sich im Rahmen ihrer SbE-Ausbildung im Modul 4 mit den Themen Schuld, Aggression und Suizid. Schwere Kost, um für die Begleitung von Einsatzkräften in unterschiedlichen Situationen gerüstet zu sein. 

Das Zusammenarbeiten in der Gruppe und der Austausch über die Landkreisgrenze hinaus waren klasse.

Mit dem Modul 4 ist ihre SbE- Ausbildung nun abgeschlossen.

(Text und Bild: J. Schramm)

Unsere neu ausgebildeten SbE-Team-Mitarbeiter: (vlnr. ) Bastian Kiner, Josef Mertel, Johannes Schramm

SbE-Team zu Gast beim ENT Konstanz

Anknüpfend an eine jahrelange Tradition, traffen sich das Einsatznachsorgeteam (ENT) Konstanz mit dem SbE-Team Sigmaringen in Stockach zum gemeinsamen Übungstag. Dieses Jahr waren es wegen Terminüberschneidungen zwar etwas weniger Personen, doch die anwesenden SbE-Fachkräfte nutzen die Zeit, um gemeinsam im Rollenspiel sich auf zukünftige gemeinsame Einsatzszenarien vorzubereiten. Dabei wurde die jeweilige Vorgehensweise betrachtet und fachlich reflektiert. Den Übungstag vorbereitet und angeleitet hatte die Fachliche Leitung des ENT-Konstanz, Petra Nagel-Kümmerle.

Die beiden Teams waren sich in der Auswertung einig, dass es nach zwei Jahren Pause höchste Zeit war wieder gemeinsam zu üben und so die Grundlagen der Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen (SbE) wieder in Erinnerung zu rufen. Im nächsten Jahr wird der Übungstag dann wieder im Landkreis Sigmaringen durchgeführt.

Kolleg*innen aus dem ENT Konstanz und SbE-Team Sigmaringen

SbE-Team Jahresrückblick 2021

Trotz Pandemiebedingungen konnte das SbE-Team im Jahr 2021 seine Fortbildungsmaßnahmen weiterhin durchführen. Wie im Jahr 2020 wurde auch in diesem Jahr immer wieder die Schulungsmaßnahmen über eine Videokonferenz abgehalten.

29.01.2021SbE-Fortbildungsabend:
Gesprächsführung als zentrales Element der SbE-Arbeit  
05.03.2021SbE-Fortbildungsabend: Digitale Angebote für Einsatzkräfte; Prinzipien der Beratung über Telefon am Beispiel vom Klinikalltag  
23.04.2021SbE-Fortbildungsabend: Debriefing als digitales Angebot (über Zoom) im Team einüben  
11.06.2021SbE-Fortbildungsabend: SbE-Arbeit unter Pandemiebedingungen; Rückblick – Ausblick  
23.07.2021 – 24.07.2021  SbE-Modul 2
23.10.2021SbE-Fortbildungsmaßnahme: Grundprinzipien des Debriefings nach SbE; anschließender Übungseinsatz; Auswertung und Klärung von Fachfragen  

Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen

Sbe-Baustein 2 als Inhouse-Seminar

Das SbE-Team Sigmaringen führte am 23. -24. Juli 2021 den zweiten Baustein des fünfstufigen SbE-Ausbildungskonzeptes als Inhouse-Seminar durch. Sowohl zukünftige Mitglieder des SbE-Teams als auch erfahrene Notfallseelsorger_innen wurden in den Methoden der Einsatzkräftebegleitung vom Trainer Peter Zehentner (Bundesvereinigung SbE e. V.) ausgebildet. Im Baustein 2 liegt der Schwerpunkt auf den Kurzgesprächen, der Einsatzbegleitung und den Grundzügen der SbE-Nachbesprechung. Im SbE-Team arbeiten Psychosoziale Fachkräfte wie auch Peers aus den Hilfsorganisationen zusammen und bereiten sich auf die Nachbesprechungen mit Helfern aus den Rettungsorganisationen nach belastenden Einsätzen vor.

Die organisatorische Betreuung des Baustein 2 wurde von Ulrika Burth übernommen.

Teilnehmer:innen am SbE-Baustein 2 waren:
Günther Dreher, Jeremia Eisenbraun, Isabel Heinzler, Bastian Kiener, Martina Kiesewetter, Josef Mertel, Sylvia Nehmet, Ralph Pröbstle, Kathi Römer, Johannes Schramm,

SbE-Übungsabend digital

Seit März 2020 hat die Notfallseelsorge und auch das SbE-Team Sigmaringen zahlreiche Schulungsmaßnahmen digital abgehalten. Für alle ist es zwar gewöhnungsbedürftig sich nicht mehr bei Präsenzveranstaltungen zu treffen, doch wurden die zurückliegenden Monate bewusst genutzt, die anstehenden Fortbildungen digital durchzuführen. So wurden mehrere Übungsabende des SbE-Teams, des Einsatzkräfteschulungsteams sowie das Einführungsprogramm für neue Notfallseelsorger*innen, in den Zeiten der Kontaktbeschränkungen digital umgesetzt, um an den anstehenden Themen zu arbeiten und sich fortzubilden. Zum Ausdruck kam dabei immer wieder, wie gut es tut, wenigstens auf diesem Wege miteinander Kontakt halten zu können und die wichtigen Themen der Psychosozialen Notfallversorgung angehen zu können.

SbE-Übungstag mit ENT-Konstanz

Das SbE-Team Sigmaringen hat auch in diesem Jahr ihren gemeinsamen Übungstag mit dem Einsatznachsorgeteam Konstanz (ENT-Konstanz) durchgeführt. Die beiden Teams betreuen Einsatzkräfte nach belastenden Ereignissen, sind beide nach den gleichen Standards ausgebildet und unterstützen sich im Einsatzfall gegenseitig.

Termine der Übungstage für SbE-Team 2019

Auch 2019 trifft sich das SbE-Team wieder um die erforderlichen Übungstage abzuhalten.

Vereinbart sind folgende Termine:
30.03.2019 Übungstag SbE-Team Sigmaringen
18.05.2019 Übungstag SbE-Team Sigmaringen
28.09.2019 Übungstag von SbE-Team Sigmaringen und ENT-Konstanz in Sigmaringen
16.11.2019 Übungstag SbE-Team Sigmaringen
jeweils von 9:00 bis 16:00 Uhr


SbE-Team Sigmaringen auf Malta im Einsatz

Die Crew der „Iuventa“ hilft Bootsflüchtlingen vor der libyschen Küste. Rechts im Bild Bernd Weinmann. (Foto: Privat)

Die Notfallseelsorge Sigmaringen hat seit 14 Jahren ein von der Bundesvereinigung Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen (SbE) zertifiziertes SbE-Team, bei dem auch 6 Mitglieder der Feuerwehr Sigmaringen mitarbeiten. Bernd Weinmann von der Feuerwehr Sigmaringen leitet das SbE-Team und wurde Anfang August 2016 von der Bundesvereinigung SbE angefragt, ob er den Verein „Jugend rettet“ psychosozial unterstützen könne. „Jugend rettet“ ist seit diesem Jahr in der Seenotrettung im Mittelmeer ehrenamtlich tätig und finanziert sich ausschließlich über Spenden. Der Verein „Jugend rettet“ wurde von jungen Erwachsenen gegründet, die nicht länger zusehen wollten, dass so viele Menschen im Meer ertrinken müssen. Daher hat der Verein „Jugend rettet“ mit Spendengeldern das Schiff IUVENTA gekauft und für die Seenotrettung umgebaut. Für die dreiwöchigen Einsätze sucht der Verein jeweils professionelle Fachkräfte, wie Kapitäne, Nautiker, Schiffsmechaniker, Funker, Ärzte, Krankenschwestern und Rettungskräfte, die bereit sind sich ehrenamtlich in der Seenotrettung im Mittelmeer vor der Libyschen Küste zu engagieren. Heimathafen für den Crewwechsel ist der Hafen von Valletta auf Malta. Bernd Weinmann war für eine Woche vor Ort und unterstützte dort ehrenamtlich „Jugend rettet“ bei der Vor- und Nachbereitung der in der Seenotrettung eingesetzten Rettungskräfte.

Grundlage hierfür ist eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Bundesvereinigung SbE e. V. und „Jugend rettet“, wie sie seit letztem Jahr auch schon mit der Organisation „Sea-watch“ besteht. Danach wird jede Crew von einer Psychosozialen Fachkraft auf den Einsatz gezielt vorbereitet, indem mögliche psychische Belastungen im Einsatz verdeutlicht und der Umgang damit erklärt werden. Hierbei spielen die Themen Einsatzstress, mögliche akute Belastungsreaktionen, Posttraumatische Belastungsstörung, Umgang mit dem Thema Tod und geeignete Schutzmechanismen bei belastenden Einsätzen eine besondere Rolle.

Für die aus dem Einsatz kommende Crew wird durch die Psychosoziale Fachkraft eine ausführliche Bearbeitung der zurückliegenden Rettungseinsätze sichergestellt. Die Rettungsaktionen sind meist emotional hoch belastend, da die Rettungskräfte innerhalb kürzester Zeit mit sehr vielen belastenden Einsatzszenarien konfrontiert werden. Teilweise sind die Crews auch in die Bergung der Ertrunkenen bzw. deren Kennzeichnung mit Schwimmwesten einbezogen.

In der übrigen Zeit stand Bernd Weinmann den Crewmitgliedern für Einzelgespräche auf der IUVENTA zur Verfügung. Die ehrenamtlichen Rettungskräfte waren dankbar, dass sie auf diese Einsätze psychosozial gezielt vorbereitet werden und dass nach den Einsätzen jemand für sie da ist, mit dem sie diese noch einzeln nachbesprechen können. Alle drei Wochen ist ein anderer Mitarbeiter der Bundesvereinigung SbE vor Ort und begleitet den Crewwechsel. „Jugend rettet“ ist ausschließlich spendenfinanziert. Um weiterhin diese wichtige Aufgabe der Seenotrettung ehrenamtlich wahrnehmen zu können, sind die Vereinsmitglieder von „Jugend rettet“ dringend auf Spenden angewiesen. Weitere Informationen über „Jugend rettet“ sind zu finden unter:
www.jugendrettet.org

ENT Konstanz zu Besuch beim SbE-Team Sigmaringen

Wie in fast jedem Jahr fand in Sigmaringen der gemeinsame Übungstag des Einsatznachsorgeteams (ENT) Konstanz und des SbE-Teams Sigmaringen statt. Die gemeinsamen Übungstage werden bereits seit mehreren Jahren genutzt um gemeinsam zu üben und um den fachlichen Austausch zu pflegen. Das ENT Konstanz ist so für das SbE-Team Sigmaringen zu einem verlässlichen Partner geworden, falls Verstärkung angefordert werden muss und/oder die eigenen Kräfte nicht ausreichen.

Das ENT Konstanz gemeinsam mit dem SbE-Team Sigmaringen (2015)

SbE-Team besucht die Bergwacht Sigmaringen

Im Rahmen des SbE-Übungtages besuchte das SbE-Team Sigmaringen die DRK-Bergwacht in Dietfurth bei einer Übung. Ziel des Besuches war das gegenseitige Kennenlernen der jeweiligen Arbeitsweise und der Austausch unter den Einsatzkräften. Dazu hatte die Bereitschaft der Bergwacht eine Rettungsaktion am Berg für die Mitglieder des SbE-Teams vorbereitet und durchgeführt.

1. SbE-Übungstag 2014

Am 8. Februar fand der erste von 5 Übungstagen der Sektion SBE im Konferenzsaal des Kreiskrankenhauses Sigmaringen statt. Mit Rollenspielen und inhaltlichen Vertiefungen bereitet sich das SbE-Team regelmäßig auf Einsatznachbesprechungen und Einzelgespräche vor. Die Erleichterung, dass das Rollenspiel vorbei ist, ist den Teilnehmern ins Gesicht geschrieben.

Die Teilnehmer des SbE-Übungstages (2014)

SbE-Team zu Gast beim ENT-Konstanz

Auf Einladung des ENT-Konstanz fand wieder der jährliche gemeinsame Übungstag mit unserem benachbarten Einsatznachsorgeteam (ENT) Konstanz statt. Neben einem gemeinsamen Übungsteil blieb ausreichend Zeit sich über fachliche Standards der Stressbearbeitung nach belastenenden Ereignissen auszutauschen.

Gemeinsamer Übungstag mit dem ENT-Konstanz

Das Einsatznachsorgeteam (ENT) Konstanz ist wie das SbE-Team Sigmaringen nach den gleichen Standards von SbE für die Begleitung von Einsatzkräften nach belastenden Ereignissen ausgebildet. Auch in diesem Jahr fand wieder ein gemeinsamer Übungstag in Sigmaringen statt. Im Zentrum stand der fachliche Austausch und das gemeinsame Üben von SbE-Interventionstechniken nach belastenden Ereignissen.

Erweiterung des SbE-Teams

Am 22. und 23. Februar 2008 fand unter Leitung von Oliver Gengenbach, Ausbilder der Bundesvereinigung Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen eine weitere Ausbildung von Frauen und Männern aus Rettungsdienst und Feuerwehr statt. Ziel ist es das bestehende SbE-Team zu erweitern.

Das SbE-Team trifft sich zum Übungstag

Das SbE-Team Sigmaringen trifft sich 4 mal im Jahr zu einem ganztägigen Übungstag. Bei diesen Fortbildungsveranstaltungen liegt der Fokus auf der fachlichen Weiterbildung und dem Einüben der Gesprächstführungsmethoden, die nach belastenden Ereignissen zum Einsatz kommen. Das SbE-Team setzt sich zusammen aus Psychosozialen Fachkräften und Peers aus den verschiedenen Einsatzeinheiten, wie DRK, Malteser, Feuerwehr, Bergwacht und Polizei.

Das SbE-Team (2006) nach seinem Übungstag

SbE-Team Sigmaringen absolivert Baustein III

Das SbE-Team Sigmaringen hat am 13. und 14. Januar 2005 einen weiteren Ausbildungsabschnitt durchlaufen. Der Trainer der Bundesvereinigung Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen, Oliver Gengenbach, bildete das SbE-Team Sigmaringen im Rahmen eines Inhouse-Seminares im Baustein III aus und qualifizierte damit das Team für die Nachbesprechungen mit Einsatzkräften. Das Seminar fand in den Räumlichkeiten und mit Unterstützung der Feuerwehr Bingen statt.

Das SbE-Team 2005 ( vlnr): Edwin Müller, Ulrich Mildenberger, Michael Hack, Erich Glaser, Waltraud Reichle, Christian Stauss, Winfried Fritz, Bernd Weinmann
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