NFS-Sigmaringen beim Katholikentag in Stuttgart

Auf dem Katholikentag 2022 in Stuttgart haben sich viele verschiedene Organisationen und Gruppen mit ihren Aufgabenfeldern präsentiert und sind mit den Katholikentagsbesuchern ins Gespräch gekommen. Auch die Notfallseelsorge war mit Repräsentanten aus verschiedenen Landkreisen vertreten.

Und immer wieder wurde eine bestärkende Rückmeldung von den Besucher*innen ausgesprochen:
“ …schön und wichtig, dass ihr im Notfall für andere da seid.“

Text und Bild: Kathrin Römer

Mitglieder der Notfallseelsorge aus dem Landkreis Sigmaringen betreuen den Stand der NFS auf dem Katholikentag in Stuttgart

Hauptversammlung der AG Notfallseelsorge

Die Hauptversammlung der AG Notfallseelsorge fand in diesem Jahr, nach zweijähriger Pause, im Feuerwehrgerätehaus der FFW Bad-Saulgau statt und wurde tatkräftig von den Kameradinnen und Kameraden der FFW Bad-Saulgau unterstützt.

Blaulicht, Sirenen, ein Unfallgeschehen. Während die Feuerwehren und Rettungskräfte löschen, retten, bergen, medizinisch versorgen, kümmern sich NotfallseelsorgerInnen bei Betroffenen, ErsthelferInnen, AugenzeugInnen und Einsatzkräften um die Erste Hilfe für die Seele. Der Dienst der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) gehört im Landkreis Sigmaringen seit 21 Jahren fest zum Rettungswesen und wird von der Notfallseelsorge (NFS) übernommen. Bei der Hauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft der NFS Sigmaringen wurde nach der coronabedingten Pause zurückgeschaut auf die letzten zwei Jahre.

In der liebevoll von der Feuerwehr Bad Saulgau vorbereiten Fahrzeughalle trafen sich sowohl NotfallseelsorgerInnen, VertreterInnen der einzelnen Rettungsorganisationen, wie auch VertreterInnen aus Politik und Kirche.

Was Notfallseelsorge bedeutet, zeigte vor den Berichten aus den einzelnen Sektionen ein aktueller Alarm, der zwei KollegInnen in den Einsatz abberief. Das ist Alltag der Notfallseelsorge: jederzeit bereit, 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag, Wochentags, wie am Feiertag.

Nach der Begrüßung durch den neuen Sprecher der NFS Sigmaringen, Winfried Fritz, und dem Totengedenken, schauten die NotfallseelsorgerInnen auf die über 200 Einsätze im letzten Jahr zurück: Hinter der nüchternen Zahl verstecken sich zahlreiche Schicksale, welche die gut ausgebildeten Notfallseelsorger des Landkreises mit den betroffenen Menschen in den ersten schweren Stunden durchlebten.

200x gelebte Nächstenliebe und professionelle Begleitung von Menschen in tiefster Not. Über 30 NotfallseelsorgerInnen teilen sich momentan diesen Dienst, 

4 NotfallseelsorgerInnen wurden in den Ruhestand verabschiedet und 8 Frauen und Männer wurden mit einer kirchlichen Beauftragung und der Überreichung des Notfallrucksackes neu in den Dienst aufgenommen.

Aber auch die Rettungskräfte profitieren von der Arbeit der NFS. In den Sektionen Einsatzkräfteschulung und Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen (SbE) stehen die NotfallseelsorgerInnen zur Seite mit Schulungen vor Einsätzen sowie mit Einsatzbegleitung und Nachbesprechungen nach schwierigen Einsätzen.

Der bisherige Sprecher der Notfallseelsorge Pfarrer Edwin Müller, der altersmäßig in die zweite Reihe zurücktrat, gab sein Amt an Winfried Fritz weiter.

Beeindruckt von der Arbeit waren auch die zahlreichen GästInnen, was in den Grußworten der Landrätin Stefanie Bürkle, die auch die Entlastung des 7-köpfigen Leitungsteams übernahm, des Vertreters des Kreisfeuerwehrverbandes Sigmaringen Werner Stroppel, des ev. Dekan des Dekanates Biberach Matthias Krack, aus dem kath. Dekanat Dekan Peter Müller, sowie in den Worten des Leitenden Kriminaldirektors Fred Braun für Blaulichtfamilie deutlich wurde.

Der Dienst der NFS ist ehrenamtlich, aber bezeugte Wertschätzung tut gut und so wurden bei der Versammlung verdiente MitgliederInnen auch für ihre Mitarbeit geehrt (siehe Infokasten1).

Ein geselliges Beisammensein und kollegiale Gespräche rundeten diese Hauptversammlung ab und stärkten alle NotfallseelsorgerInnen für ihre Dienste im kommenden Jahr und darüber hinaus.

Die Notfallseelsorge ist eine ehrenamtliche Tätigkeit und finanziert sich ausschließlich über Spenden (Spendenkonto Notfallseelsorge:DE43 6535 1050 0000 1591 40

BIC: SOLADES1SIG Kreissparkasse Sigmaringen)

Die Notfallseelsorge sucht motivierte Menschen, welche bereit sind, sich in diesem anspruchsvollen Ehrenamt zu engagieren – die Voraussetzungen zur Mitarbeit können ebenso wie die Ausbildungs- und Tätigkeitsinhalte der Homepage nfs-sigmaringen.de entnommen werden

Ehrungen:
Martin Klawitter, Karin Hagg, Ulrika Burth, Sr. Rita Dobler, Patrick Strasser, Rüdiger Lott,

Ehrenspange des Kreisfeuerwehrverbandes:
Sr. Rita, Kati Römer

Verabschiedungen:
Roswitha und Albin Bleicher, Helmut May, Rita Füssinger,

Neuaufnahmen in den Kreis der ausgebildeten NFS
Steffi Gäble, Bettina Ruopp-Letsch, Störkle- Sauer, Bianca Schatz, Annette Kaulbarsch, Conny Maas, Thorsten Nowotny, Susanne Merz,

Bilder der Hauptversammlung der AG Notfallseelsorge.

Winfried Fritz übernimmt Sprecherrolle im Leitungsteam

Im Rahmen der Hauptversammlung der AG Notfallseelsorge übergab Edwin Müller die Funktion des Sprechers nun offiziell an Winfried Fritz. Der informelle Wechsel fand bereits zu Beginn des Jahres 2022 statt.
Die sieben Mitglieder des Leitungsteams der AG Notfallseelsorge arbeiten gleichberechtigt im Leitungsteam zusammen und nehmen arbeitsteilig unterschiedliche Aufgaben war. Das Leitungsteam bestimmt den/die Sprecher*in für die Außenvertretung der Organisation. Seit 2001 hatte Edwin Müller die Funktion des Sprechers inne und vertrat somit die Notfallseelsorge in verschiedensten Konferenzen und Arbeitskreisen. Nun hat seit 1.1.2022 Winfried Fritz, der bisherige Stellvertreter, die Funktion des Sprechers inne.

Ein kleines Dankeschön für den scheidenden Sprecher der Notfallseelsorge, Edwin Müller